Dies ist der Eingang zu den unterirdischen Gängen. 1943 begann man in Lauban mit dem Bau von Luftschutzbunkern für die Zivilbevölkerung, von denen der größte direkt unter Steinberg entstehen sollte. Im Jahr 1945 wurden die Eingänge des unvollendeten Bunkers gesprengt, wodurch seine Geheimnisse für viele Jahre verborgen blieben.
Im Jahr 2011 fand ein lokaler Heimatforscher im Staatsarchiv in Lauban einen Plan des Stollens auf Transparentpapier. Um die Existenz des Stollens zu bestätigen, wurden in den folgenden Jahren Bohrungen und Ausgrabungen durchgeführt, die zu einem 35 Meter langen Blindstollen führten, in dem Schienen und Förderwagen gefunden wurden.
Dank der Unterstützung der lokalen Behörden, Sponsoren und Privatpersonen konnte mit den Bergbauarbeiten begonnen werden, die den Aushub einer offenen Grube und eines kleinen Zugangsstollens durch den Einsturz zum Hauptteil der Anlage umfassten. Diese Arbeiten wurden im September 2021 erfolgreich abgeschlossen.
In den ersten Abschnitten sind die Stollen etwa 2 m hoch und wurden mit Fachwerk versehen, weiter sind sie etwa 3 x 3 m groß. Im Inneren sind die Schienen für die Förderwagen zum Transport des Ausbruchmaterials und die Wagen selbst teilweise erhalten. Reste von Stromkabeln zeigen, dass die Anlage beleuchtet war. Im Inneren herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 89 %, eine Temperatur von 11 °C und ein Sauerstoffgehalt von 17,4 %.