Können Sie sich die ovale Form der Grenzen des alten Lauban und seiner mittelalterlichen Befestigungsanlagen vorstellen? Zwei Mauerreihen, 32 Türme und 4 große Tore - so sahen die Stadtbefestigungen noch bis zur Mitte des XIX-Jahrhunderts aus.
Die Ursprünge der steinernen Stadtbefestigungen Laubans liegen in den ersten zwei Jahrzehnten des XIV-Jahrhunderts. Ihr Bau war sehr langwierig und kostspielig. Die Länge einer Mauerlinie betrug ca. 1.400 m und Lauban verfügte über zwei Befestigungslinien.
Die ältere innere Verteidigungsmauer war etwa 8 m hoch und 2,5 m dick. Die neuere Mauer war etwa 3,5 m hoch und etwas mehr als 1 m dick. Lauban hatte 4 Tore: Bracka, Zgorzelecka, Nowogrodziecka und Mikołajska. Die Torkomplexe Bracka und Nowogrodziecka wurde von Barbakanen geschlossen.
Im 19. Jahrhundert wurde entschieden, dass die mittelalterlichen Befestigungen und die engen Einfahrten ein Hindernis für die Entwicklung der Stadt darstellten. Die Denkmalschützer ließen nicht zu, dass die gesamte Befestigungsanlage abgerissen wurde, so dass bis heute Fragmente der Stadtmauer, drei Türme und der Bracka Turm erhalten geblieben sind.